Kapitel bearbeitet?
1
Kapitel durchgearbeitet
2
Deine Wunschwoche entworfen
Play

Nehmen wir einmal ganz theoretisch an, du könntest dir völlig frei aussuchen, wie deine Woche aussieht. Lass‘ für diese Übung deine Phantasie spielen, selbst wenn es dir im Moment noch völlig unrealistisch erscheint!

Ein paar Überlegungen möchte ich dir mit auf diese Phantasie-Reise geben …

Gruselt es dich beim Wort „Stundenplan“?

Ich bin ja kein Psychologe aber ich kann mir durchaus vorstellen, dass bei Stundenplan sofort dein Klassenzimmer auftaucht. Und das ist nicht immer positiv besetzt. Es klingt auch sehr nach Zwang und Pflicht … auch nix unbedingt Nettes.

Verlassen wir aber diese Atmosphäre und betrachten es aus einer anderen Richtung, dann kann ein für dich gut gemachter Stundenplan auf der anderen Seite bedeuten, dass du mehr Freizeit hast. Oder mehr Zeit für deine Familie. Oder was auch immer dir sonst neben deinem Job bzw. Deinem Business wichtig ist.

Übrigens: Gerade WENN dir dein Business wichtig ist, lege ich dir einen Wochenplan sehr ans Herz …

Denn dann hast du jederzeit die Wahl! Und die Wahl zu haben bedeutet auch jede Menge Freiheit – was wiederum für viele der Antrieb dafür ist, sich selbständig zu machen.

4 unterschiedliche Arten, deine Wochen zu strukturieren

Gleich vorneweg: diese Struktur darf sich verändern und nicht jede Woche muss gleich aufgebaut sein! Denn nicht jede Woche ist gleich. Manchmal steht ein Projekt im Vordergrund, dann wieder ein nahender Urlaub, eigene Fortbildungen, etc.

Allerdings: in der Testphase – also wenn du ausprobierst, welche dieser oder anderer Strukturen für dich funktionieren – empfehle ich dir sehr, nicht jede Woche mittendrin alles über den Haufen zu werfen, wenn es schwierig wird. Denn dann wirst du nie wirkliche Erfahrungswerte haben, auf denen du aufbauen kannst.

1. Abwechslung macht Spaß – und bringt Fokus

Ich gehe davon aus, dass du gerne mit deinen Kunden arbeitest – aber egal, wie gerne du das tust, vielleicht sehnst du dich auch nach Tagen oder Wochen, in denen du „nur“ an neuen Projekten arbeitest, ganz ohne von Kunden-Gesprächen unterbrochen oder abgelenkt zu werden?

Im vorigen Jahr habe ich folgenden Versuch gestartet: Nur in den geraden Kalender-Wochen habe ich Termine vergeben, die ungeraden Wochen waren frei von Terminen.

Prinzipiell war das eine wirklich gute Sache, nur dass ich es durch das wöchentliche Virtuelle CoWorking in meinem Online-Programm Home-sweet-Office 2.0 nicht wirklich geschafft habe, echte Termin-freie Wochen zu haben. Daher habe ich dieses Konzept wieder aufgegeben.

Ob es für dich passt, kommt natürlich auch auf dein Business-Modell an. Einen Versuch wäre es aber wert!

2. Für Blogger und Podcaster, die Produktions-Woche

Früher habe ich meine Artikel und Podcasts in der jeweiligen Veröffentlichungs-Woche produziert. Grund dafür war unter anderem, dass ich mir nicht vorstellen konnte, 4 Blogartikel, 4 Podcasts und alle SocialMedia-Inhalte innerhalb kürzester Zeit zu produzieren.

Ich kenne mich – wenn ich zu lange an einer Sache arbeite, werde ich schlampig und verliere die Lust daran.

Inzwischen habe ich allerdings meinen Veröffentlichungs-Rhythmus verändert, es gibt nur mehr alle 14 Tage einen neuen Artikel, in den Wochen dazwischen recycle ich einen älteren Artikel. Und das gibt mir die Möglichkeit, eines neuen Experiments:

Alle 4 Wochen plane ich eine Content-Produktions-Woche ein.

In diesen Tagen produziere ich alles vor, was ich für die nächsten 4 Wochen brauche. Mein Anspruch ist allerdings nicht, alles bis zur Veröffentlichung fertigzumachen, sondern soweit zu produzieren, dass die Fertigstellung dann nur noch einen Feinschliff benötigt.

3. Wer zuerst kommt …

Ich kenne das Konzept „gleichmäßig verteilt“ noch aus meiner Vergangenheit.

Das bedeutet, dass ich Beratungs- und Interview-Termine möglichst regelmäßig über die Woche verteilt hatte. Um mich nicht zu überfordern und nicht einen ganzen Tag nichts anderes als Kunden-Gespräche zu haben.

Der Endeffekt war allerdings, dass meine Woche völlig zerfleddert war und ich kaum 2-3 Stunden am Stück konzentriert an einer Sache arbeiten konnte. Ein fataler Fehler!

Heute plane ich Kunden-Termine folgendermaßen:

Wenn der erste Termin in einer noch Termin-leeren Woche zustande kommt, ist dieser Tag ab sofort mein „Kommunikations-Tag“. Sprich, ich setze alles daran, alle anderen Gespräche auch auf diesen Tag zu legen. Ist das für den Gesprächspartner nicht möglich, dann müssen wir sehen, wie wir in der darauffolgenden Woche zusammenkommen.

Der Effekt ist zwar, dass ich dann an diesem Tag oft nichts anderes mehr machen kann – aber das sehe ich ja früh genug und kann die restliche Woche dementsprechend planen.

Womit wir auch schon beim nächsten Konzept eines Wochenplans angekommen sind, nämlich dem mit Tages-Schwepunkten.

4. Die Woche mit Tages-Schwerpunkten

Ich kenne Selbständige, die jeden Tag für einen anderen Schwerpunkt blocken. Das könnte z.B. so aussehen:

  • Montag: Produktion Inhalte
  • Dienstag und Mittwoch: Coaching-Termine
  • Donnerstag: Strategie und Marketing
  • Freitag: Administration

Schwerpunkt bedeutet in diesem Zusammenhang nicht, dass du am Montag keine eMails beantworten darfst (= Administration). Allerdings hältst du damit den Admin-Anteil an diesem Tag so gering wie möglich, um den Schwerpunkt nicht zu vernachlässigen!

Und du weißt ja bereits: je weniger Zeit du für eine Tätigkeit hast, desto konzentrierter bleibst du dran und lasst dich nicht ablenken.

Klingt paradiesisch – funktioniert aber bei mir z.B. überhaupt nicht, da das Virtuelle CoWorking, Live-Meetings und Mastermind-Sessions an unterschiedlichen Wochentagen stattfinden.

Für deine Kunden wäre die Transparenz „Termine gibt‘s nur Dienstag oder Mittwoch“ allerdings genial, oder?

Meine Wunsch-Woche

Seit dem 01.01.2020 bin ich nun nur mehr selbständig, wenn du nachlesen möchteste, wie es dazu kam, kannst du das im Artikel Gekündigt! Vom Side- zum Solopreneur nachlesen. Außerdem bin ich schon von jeher ein „Früher Vogel“ und das hat sich durch das Wegfallen meiner Anstellung nicht geändert.

Somit würde meine absolute Wunsch-Woche so aussehen, dass ich von 05:00 Uhr Früh bis 12:00 oder 13:00 Uhr arbeite und danach frei habe. Das ist eine sehr grobe Wunsch-Woche und sie lässt sich durch Termine in meinem Halbjahresprogramm auch nicht ganz umsetzen.

Aber die Wunsch-Woche ist eine Art Vision, der ich immer näher kommen möchte!

Deine Aufgabe ...

Male dir deine Wunschwoche aus! Du kannst das entweder ganz frei zeichnen, oder du verwendest diese Excel-Vorlage und tragst dir ein, wann du am liebsten was arbeiten würdest und vor allem, wann du nicht arbeiten möchtest.

XLSX herunterladen

Dabei kannst du auch mit einbeziehen, wann du in deinem Energie-Hoch bist. Bei mir ist das eben sehr zeitig in der Früh.

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Nehmen wir einmal ganz theoretisch an, du könntest dir völlig frei aussuchen, wie deine Woche aussieht. Lass‘ für diese Übung deine Phantasie spielen, selbst wenn es dir im Moment noch völlig unrealistisch erscheint!

Ein paar Überlegungen möchte ich dir mit auf diese Phantasie-Reise geben …

Gruselt es dich beim Wort „Stundenplan“?

Ich bin ja kein Psychologe aber ich kann mir durchaus vorstellen, dass bei Stundenplan sofort dein Klassenzimmer auftaucht. Und das ist nicht immer positiv besetzt. Es klingt auch sehr nach Zwang und Pflicht … auch nix unbedingt Nettes.

Verlassen wir aber diese Atmosphäre und betrachten es aus einer anderen Richtung, dann kann ein für dich gut gemachter Stundenplan auf der anderen Seite bedeuten, dass du mehr Freizeit hast. Oder mehr Zeit für deine Familie. Oder was auch immer dir sonst neben deinem Job bzw. Deinem Business wichtig ist.

Übrigens: Gerade WENN dir dein Business wichtig ist, lege ich dir einen Wochenplan sehr ans Herz …

Denn dann hast du jederzeit die Wahl! Und die Wahl zu haben bedeutet auch jede Menge Freiheit – was wiederum für viele der Antrieb dafür ist, sich selbständig zu machen.

4 unterschiedliche Arten, deine Wochen zu strukturieren

Gleich vorneweg: diese Struktur darf sich verändern und nicht jede Woche muss gleich aufgebaut sein! Denn nicht jede Woche ist gleich. Manchmal steht ein Projekt im Vordergrund, dann wieder ein nahender Urlaub, eigene Fortbildungen, etc.

Allerdings: in der Testphase – also wenn du ausprobierst, welche dieser oder anderer Strukturen für dich funktionieren – empfehle ich dir sehr, nicht jede Woche mittendrin alles über den Haufen zu werfen, wenn es schwierig wird. Denn dann wirst du nie wirkliche Erfahrungswerte haben, auf denen du aufbauen kannst.

1. Abwechslung macht Spaß – und bringt Fokus

Ich gehe davon aus, dass du gerne mit deinen Kunden arbeitest – aber egal, wie gerne du das tust, vielleicht sehnst du dich auch nach Tagen oder Wochen, in denen du „nur“ an neuen Projekten arbeitest, ganz ohne von Kunden-Gesprächen unterbrochen oder abgelenkt zu werden?

Im vorigen Jahr habe ich folgenden Versuch gestartet: Nur in den geraden Kalender-Wochen habe ich Termine vergeben, die ungeraden Wochen waren frei von Terminen.

Prinzipiell war das eine wirklich gute Sache, nur dass ich es durch das wöchentliche Virtuelle CoWorking in meinem Online-Programm Home-sweet-Office 2.0 nicht wirklich geschafft habe, echte Termin-freie Wochen zu haben. Daher habe ich dieses Konzept wieder aufgegeben.

Ob es für dich passt, kommt natürlich auch auf dein Business-Modell an. Einen Versuch wäre es aber wert!

2. Für Blogger und Podcaster, die Produktions-Woche

Früher habe ich meine Artikel und Podcasts in der jeweiligen Veröffentlichungs-Woche produziert. Grund dafür war unter anderem, dass ich mir nicht vorstellen konnte, 4 Blogartikel, 4 Podcasts und alle SocialMedia-Inhalte innerhalb kürzester Zeit zu produzieren.

Ich kenne mich – wenn ich zu lange an einer Sache arbeite, werde ich schlampig und verliere die Lust daran.

Inzwischen habe ich allerdings meinen Veröffentlichungs-Rhythmus verändert, es gibt nur mehr alle 14 Tage einen neuen Artikel, in den Wochen dazwischen recycle ich einen älteren Artikel. Und das gibt mir die Möglichkeit, eines neuen Experiments:

Alle 4 Wochen plane ich eine Content-Produktions-Woche ein.

In diesen Tagen produziere ich alles vor, was ich für die nächsten 4 Wochen brauche. Mein Anspruch ist allerdings nicht, alles bis zur Veröffentlichung fertigzumachen, sondern soweit zu produzieren, dass die Fertigstellung dann nur noch einen Feinschliff benötigt.

3. Wer zuerst kommt …

Ich kenne das Konzept „gleichmäßig verteilt“ noch aus meiner Vergangenheit.

Das bedeutet, dass ich Beratungs- und Interview-Termine möglichst regelmäßig über die Woche verteilt hatte. Um mich nicht zu überfordern und nicht einen ganzen Tag nichts anderes als Kunden-Gespräche zu haben.

Der Endeffekt war allerdings, dass meine Woche völlig zerfleddert war und ich kaum 2-3 Stunden am Stück konzentriert an einer Sache arbeiten konnte. Ein fataler Fehler!

Heute plane ich Kunden-Termine folgendermaßen:

Wenn der erste Termin in einer noch Termin-leeren Woche zustande kommt, ist dieser Tag ab sofort mein „Kommunikations-Tag“. Sprich, ich setze alles daran, alle anderen Gespräche auch auf diesen Tag zu legen. Ist das für den Gesprächspartner nicht möglich, dann müssen wir sehen, wie wir in der darauffolgenden Woche zusammenkommen.

Der Effekt ist zwar, dass ich dann an diesem Tag oft nichts anderes mehr machen kann – aber das sehe ich ja früh genug und kann die restliche Woche dementsprechend planen.

Womit wir auch schon beim nächsten Konzept eines Wochenplans angekommen sind, nämlich dem mit Tages-Schwepunkten.

4. Die Woche mit Tages-Schwerpunkten

Ich kenne Selbständige, die jeden Tag für einen anderen Schwerpunkt blocken. Das könnte z.B. so aussehen:

  • Montag: Produktion Inhalte
  • Dienstag und Mittwoch: Coaching-Termine
  • Donnerstag: Strategie und Marketing
  • Freitag: Administration

Schwerpunkt bedeutet in diesem Zusammenhang nicht, dass du am Montag keine eMails beantworten darfst (= Administration). Allerdings hältst du damit den Admin-Anteil an diesem Tag so gering wie möglich, um den Schwerpunkt nicht zu vernachlässigen!

Und du weißt ja bereits: je weniger Zeit du für eine Tätigkeit hast, desto konzentrierter bleibst du dran und lasst dich nicht ablenken.

Klingt paradiesisch – funktioniert aber bei mir z.B. überhaupt nicht, da das Virtuelle CoWorking, Live-Meetings und Mastermind-Sessions an unterschiedlichen Wochentagen stattfinden.

Für deine Kunden wäre die Transparenz „Termine gibt‘s nur Dienstag oder Mittwoch“ allerdings genial, oder?

Meine Wunsch-Woche

Seit dem 01.01.2020 bin ich nun nur mehr selbständig, wenn du nachlesen möchteste, wie es dazu kam, kannst du das im Artikel Gekündigt! Vom Side- zum Solopreneur nachlesen. Außerdem bin ich schon von jeher ein „Früher Vogel“ und das hat sich durch das Wegfallen meiner Anstellung nicht geändert.

Somit würde meine absolute Wunsch-Woche so aussehen, dass ich von 05:00 Uhr Früh bis 12:00 oder 13:00 Uhr arbeite und danach frei habe. Das ist eine sehr grobe Wunsch-Woche und sie lässt sich durch Termine in meinem Halbjahresprogramm auch nicht ganz umsetzen.

Aber die Wunsch-Woche ist eine Art Vision, der ich immer näher kommen möchte!

Deine Aufgabe ...

Male dir deine Wunschwoche aus! Du kannst das entweder ganz frei zeichnen, oder du verwendest diese Excel-Vorlage und tragst dir ein, wann du am liebsten was arbeiten würdest und vor allem, wann du nicht arbeiten möchtest.

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Dabei kannst du auch mit einbeziehen, wann du in deinem Energie-Hoch bist. Bei mir ist das eben sehr zeitig in der Früh.