1 | Kapitel gelesen / gehört |
Podcast: Play in new window | Download (Duration: 10:42 — 11.5MB)
Wir sind extrem eingeschränkt und eingefahren, was unsere Meinung und unsere Wahrnehmung anbelangt – vor allem uns selbst gegenüber!
Und dann fordert jemand plötzlich etwas, was völlig außerhalb der eigenen Ideen und Vorstellungen liegt – und eröffnet aber auf der anderen Seite völlig neue Möglichkeiten!
Zack, und da sind sie unsere „Ausreden“, warum etwas nicht geht, das nicht unser Ding ist oder überhaupt … Aber ich bin davon überzeugt, dass es nicht immer Ausreden sind, mit denen wir uns im Weg stehen, sondern oft auch ganz tiefe innere Überzeugungen.
Aber wie kannst du die beiden voneinander unterscheiden? Damit du weißt, mit welchen Mitteln du dagegen angehen kannst?
Wenn dir das nächste Mal der Gedanke „Das kann ich nicht/Das geht nicht“ kommt, dann ersetze es einmal durch „Das will ich nicht!“.
Und dann spüre genau hin. Stimmt das?
🟣 Was ist „tiefer“ als eine Ausrede?
Tja – wenn du bemerkst, dass das, was dich abhält, keine Ausrede ist, sondern eine tiefe Überzeugung. Und ja, meistens ist das natürlich eine negative Überzeugung, auch gerne Glaubenssatz genannt, sonst würde sie dich nicht von etwas Wichtigem abhalten können.
Durch das Online-Business und das Arbeiten im Home-Office bin ich an meine tiefsten und hartnäckigsten Überzeugungen gekommen und auch bei meinen Kunden macht sich das immer wieder bemerkbar. Es liefert sogar täglich neue ;-).
🟣 Mach‘ einfach?
Wenn ich das schon höre … denn wenn es einfach wäre, dann wäre es ja kein Problem, diese Glaubenssätze beiseitezuschieben, oder? Augen zu und durch ist auch ein beliebter Ratschlag – der in meinen Augen nichts bringt.
Ich bin eher die Verfechterin der sanften Methode der kleinen Schritte – egal, worum es geht. Das fordert genau so heraus, lässt dich deine Komfortzone schrittweise erweitern und ruft nicht so viele Widerstände hervor, dass ein Scheitern vorprogrammiert ist.
🥳 Eine hartnäckige Überzeugung und wie ich sie losgeworden bin
Schon vor vielen Monaten hat mir ein sehr erfolgreicher Kollege den Rat gegeben: „Claudia, du musst Videos machen. Nicht die Screenvideos, sondern solche, in denen du zu sehen bist!“
Meine Reaktion: „Ich weiß – aber niemals nie nicht!!!“ Ich war davon überzeugt, dass ich in Videos ganz schlecht rüberkomme, das nicht kann und wohl nie können werde. Stell‘ mich auf eine Bühne vor 500 Menschen und ich halte spontan einen Vortrag. Aber Video??
Inzwischen mache ich sowohl Videos „mit mir drin“, als auch Live-Videos. Aber das ist natürlich nicht von heute auf morgen gegangen. Außerdem ist es immer noch eine kleine Überwindung, den Aufnahme-Knopf zu drücken. Aber es gibt einen großen Unterschied: Jetzt weiß ich, dass ich es kann – auch wenn es nicht immer der reine Spaß ist!
💖 In welchen Themen stehst du dir selbst im Weg?
Die Möglichkeiten, sich selbst mit so einer Überzeugung im Weg zu stehen, sind fast unendlich. Ein paar der „beliebtesten“ Überzeugungen, die ich immer wieder antreffe, sind die folgenden – vielleicht kommt dir etwas bekannt vor und du möchtest etwas daran ändern?
- Deine Sichtbarkeit: Bist du der Meinung, dass Audio, Video, Foto oder einfach einmal ein persönlicher Artikel nichts für dich ist?
- Deine Gesundheit: Du kannst kein Frühstück essen? Es ist für dich unmöglich, 3 Liter Wasser pro Tag zu trinken? Früher aufzustehen? Früher schlafen zu gehen? Das wäre doch eine Überprüfung wert.
- Dein Home-Office: Wie sieht’s aus mit Schreibtisch aufräumen, Zero-Inbox oder einer Tagesplanung? Alles nicht deins?
- Deine Ernährung: Ohne deinen Kaffee bist du nicht arbeitsfähig? Ein Green Smoothie ist außer grün nur grün und vertragen tust du ihn auch nicht? Ein Tag pro Woche ohne Fleisch ist ein verlorener Tag – und kochen kannst du eh nicht?
- Dein Business: Du kannst nicht in kurzer Zeit einen Blogartikel schreiben, Sichtbarkeit ist gruselig, du kannst nicht verkaufen, du bist nicht für die Technik gemacht und außerdem kannst du nur Perfektes veröffentlichen?
✅ Und so geht’s auch in ganz kleinen Schritten
- Finde die Überzeugung, die dich am meisten bremst.
- Finde den Punkt, an dem der Widerstand am geringsten ist.
- Beweise dir nur ein Mal das Gegenteil!
Anhand meiner eigenen „Ich kann keine Videos von mir machen“, zeige ich dir die Widerstands-Stufen, damit du ein Beispiel für das Arbeitsblatt hast:

- Stufe 1: Live Videos – das war und ist für mich das „Höchste“. Ich bewundere immer Leute wie z.B. Gordon Schönwälder von den Podcast-Helden, der einfach seinen Kopf in die Kamera hält und losplaudert. Da dieser Schritt für mich zu heftig war, habe ich überlegt, was ein bisserl weniger Widerstand bedeutet.
- Stufe 2: Videos sehr öffentlich – Hmmm, darüber denke ich zumindest schon nach. Aber in Wahrheit beginne ich mich endlich auf der Stufe 3 wohlzufühlen.
- Stufe 3: Videos für eine begrenzte Anzahl von Leuten. Meine ersten Videos habe ich für die geheime Facebook-Gruppe im Kurs gemacht und das Feedback war gut. Das kannst du natürlich auch gerne machen, wenn es bei deiner Überzeugung um Live-Videos geht! Wenn das allerdings immer noch zu schwer ist, dann gehe noch eine Stufe hinunter.
- Stufe 4: Zeige dein Video nur 3 Freunden, von denen du sicher sein kannst, dass du wertschätzendes und konstruktives Feedback bekommst. Immer noch zu viel Widerstand vorhanden? Dann noch einen Schritt retour:
- Stufe 5: Mache nur für dich ein Video – zeige es niemandem sonst! Auch damit kann man einige Zeit verbraten, das kann ich dir aus eigener Erfahrung sagen. Und wenn dir das auch noch Herzklopfen bereitet, dann versuche es mit
- Stufe 6: Schau‘ einfach einmal nur in die Video-Kamera und beobachte dich selbst im Display.
Es geht darum, deinem Unterbewusstsein Schritt für Schritt klarzumachen, dass es falsch liegt!
Lade dir das Arbeitsblatt herunter, falls du gerade vor einer „unmöglichen“ Aufgabe stehst!
Merkblatt herunterladen